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Quo vadis, Herr Lauterbach? - Die Versorgung chronisch erkrankter Patienten steht auf dem Spiel

02.01.2024
„Wir stehen auch 2024 an der Seite unserer Patienten“, erklärt der Vorsitzende der niedergelassenen Magen-Darm Ärzte, Dr. Ulrich Tappe anlässlich des Jahreswechsel. „Wir wollen, dass sich chronisch leidende Menschen mit entzündlichen Darm- und Lebererkrankungen auch mittel- und langfristig darauf verlassen können, von einem kompetenten Facharzt ihres Vertrauens ambulant behandelt zu werden.“

Die Magen-Darm-Ärzte setzen deshalb im Einklang mit ihren fachärztlichen Kollegen anderer Disziplinen auf eine Wende zur Vernunft. „Wir hoffen darauf“, so Dr. Tappe, „dass die Politik den unbestreitbaren Wert der ambulanten Versorgungsstrukturen endlich nicht nur rhetorisch, sondern auch praktisch anerkennt. Denn wenn die Sicherung dieser Strukturen weiterhin Tabu-Thema für Minister Lauterbach bleibt, ist die Versorgung chronisch erkrankter Patienten langfristig ernsthaft in Frage gestellt.“

Die niedergelassenen Fachärzte haben es satt, vom Bundesgesundheitsminister als Gierschlunde beschimpft zu werden. „Wir sind es mittlerweile seit Jahrzehnten gewohnt, dass uns reale Honorarzuwächse vorenthalten werden“, erklärt der Verbandsvorsitzende. „Inzwischen steht viel mehr auf dem Spiel. Hoher Kostendruck, enorme Arbeitsbelastung, immer neue Anforderungen ohne funktionierenden technischen Support, fehlende Anerkennung der Leistungen unseres Personals lassen die ärztliche Berufsausübung in freier Praxis zu einem Schreckgespenst für die nachwachsende Medizinergeneration werden.“
Für Spezialisten wie die Magen-Darm-Ärzte wird es immer schwieriger, für die aus Altersgründen ausscheidenden Kolleginnen und Kollegen Nachfolger zu finden. Statt sich den strukturellen Problemen des ambulanten Gesundheitssystems zuzuwenden, laviert die Politik herum und riskiert ein Praxissterben, das nicht wieder umkehrbar ist. Dr. Tappe: „Die Versorgung chronisch erkrankter Patienten steht auf dem Spiel, Herr Lauterbach. Es wird Zeit, gegenzusteuern!“

Quelle:
Quo vadis, Herr Lauterbach?


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